Mobbing, Ausgrenzung und wiederholtes Auslachen können Kinder stark belasten. Oft beginnt es mit Situationen, die auf den ersten Blick klein wirken: Ein Kind darf immer wieder nicht mitspielen, wird wegen seiner Kleidung oder seiner Brille ausgelacht, persönliche Sachen werden weggenommen oder andere Kinder lachen mit, wenn es einen Fehler macht. Auch gemeine Nachrichten, Gerüchte und das Weiterleiten verletzender Inhalte können dazugehören.
Unsere kostenlosen Ausmalbilder gegen Mobbing greifen solche Situationen aus dem Alltag von Kindern auf. Dabei zeigen die Motive nicht nur problematisches Verhalten, sondern vor allem, wie Kinder helfen und richtig reagieren können: nicht mitlachen, einem ausgegrenzten Kind einen Platz anbieten, jemanden zum Mitspielen einladen, Stopp sagen, gemeinsam Hilfe holen oder sich an eine Lehrkraft beziehungsweise eine andere vertraute erwachsene Person wenden.
Die Malvorlagen können zu Hause, in der Grundschule, im Kindergarten oder in pädagogischen Einrichtungen als Gesprächsanlass genutzt werden. Beim Ausmalen können Erwachsene mit Kindern darüber sprechen, was in einer Situation passiert, wie sich die beteiligten Kinder fühlen könnten und welche Möglichkeiten es gibt, einem anderen Kind beizustehen. So verbinden die Ausmalbilder kreatives Beschäftigen mit wichtigen Themen wie Respekt, Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Zivilcourage.
Wichtig: Nicht jeder Streit und nicht jede einmalige unfreundliche Bemerkung ist automatisch Mobbing. Wenn ein Kind jedoch wiederholt und gezielt ausgegrenzt, verspottet, beleidigt oder anderweitig verletzt wird, sollte es damit nicht allein bleiben. Hilfe bei Erwachsenen zu suchen ist kein Petzen. Kinder dürfen und sollen sich Unterstützung holen.
Kostenlose Ausmalbilder gegen Mobbing
Wähle ein Motiv aus und öffne die gewünschte Malvorlage. Die Ausmalbilder behandeln unterschiedliche Situationen rund um Mobbing, Ausgrenzung und gegenseitige Unterstützung. Zu jedem Motiv erklären wir kindgerecht, was Kinder in einer solchen Situation tun können.
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Auf dem Schulweg niemanden ausschließen -
Auf der Bank Platz machen -
Bei Fehlern nicht auslachen -
Bei Gerüchten nicht mitmachen -
Bei kaputter Bastelarbeit helfen -
Beim Partnerfinden niemanden allein lassen -
Beim Sport niemanden ausschließen -
Freien Platz in der Mensa anbieten -
Gemeine Nachricht auf dem Handy zeigen -
Gemeinsam Hilfe suchen -
Hilfe bei einer Lehrkraft holen -
Langsamere Kinder beim Sport nicht auslachen -
Nach dem Hinfallen helfen -
Nicht beim Lästern mitmachen -
Nicht mitlachen – beistehen -
Nicht über peinliche Fotos lachen -
Niemanden vom Spielen ausschließen -
Niemanden wegen der Haare auslachen -
Niemanden wegen der Kleidung auslachen -
Niemanden wegen der Körpergröße auslachen -
Niemanden wegen des Schulranzens auslachen -
Niemanden wegen einer Brille auslachen -
Niemanden wegen seines Essens auslachen -
Platz in der Gruppe anbieten -
Selbst gemaltes Bild wertschätzen -
Stopp sagen bei Mobbing -
Trauriges Kind nicht allein lassen -
Verletzenden Gruppenchat nicht weiterleiten -
Verletzenden Zettel zeigen -
Verstecktes Mäppchen zurückgeben -
Weggenommene Mütze zurückgeben -
Weggenommene Schulsachen zurückgeben -
Zum Mitspielen einladen
Ausmalbilder gegen Mobbing als Gesprächsanlass
Über Mobbing zu sprechen ist für Kinder nicht immer einfach. Manche Kinder können noch nicht genau erklären, was passiert ist oder warum sie sich in einer bestimmten Situation unwohl fühlen. Andere schämen sich, haben Angst vor weiteren Reaktionen oder wissen nicht, ob das Verhalten anderer überhaupt „schlimm genug“ ist, um darüber zu sprechen.
Ein Ausmalbild zum Thema Mobbing kann einen einfachen Einstieg in ein Gespräch ermöglichen. Statt ein Kind direkt nach eigenen Erfahrungen zu fragen, können Eltern, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte zunächst gemeinsam das Motiv betrachten: Was passiert hier? Welches Kind braucht Hilfe? Wer verhält sich unfair? Wer hilft? Was könnte man selbst tun?
Dabei geht es nicht darum, Kindern eine einzige richtige Reaktion vorzuschreiben. Viel wichtiger ist die Botschaft, dass ein betroffenes Kind nicht selbst dafür verantwortlich ist, das Mobbing zu beenden. Ebenso wenig muss es sich verändern, um akzeptiert zu werden. Wird beispielsweise ein Kind wegen seiner Brille, seiner Haare, seiner Körpergröße, seiner Kleidung oder seiner Schulsachen verspottet, liegt das Problem nicht bei seinem Aussehen oder seinen Sachen, sondern beim verletzenden Verhalten der anderen.
Was ist Mobbing unter Kindern?
Streit gehört zum Zusammenleben von Kindern dazu. Auch Freunde können sich streiten, Kinder können einmal wütend aufeinander sein oder etwas Unfreundliches sagen. Solche einzelnen Konflikte sind nicht automatisch Mobbing.
Von Mobbing spricht man typischerweise dann, wenn verletzendes Verhalten wiederholt oder über einen längeren Zeitraum gegen ein bestimmtes Kind gerichtet ist und es für das betroffene Kind schwierig ist, die Situation aus eigener Kraft zu beenden. Mobbing kann sehr unterschiedlich aussehen und muss nicht körperlich sein.
Dazu können beispielsweise wiederholtes Auslachen und Beleidigen, bewusstes Ausgrenzen, das Verbreiten von Gerüchten, das Wegnehmen oder Verstecken persönlicher Sachen oder das gezielte Bloßstellen eines Kindes gehören. Auch digitale Angriffe über Nachrichten, Bilder oder Gruppenchats können eine Form von Mobbing sein.
Mobbing in der Grundschule erkennen und besprechen
Gerade in der Grundschule entstehen viele Situationen innerhalb des ganz normalen Schulalltags: bei der Partnerwahl, in der Pause, beim Sport, am gemeinsamen Tisch oder auf dem Schulweg. Ein Kind bleibt regelmäßig übrig, wird nicht zum Spielen eingeladen oder andere lachen immer wieder über seine Fehler.
Deshalb greifen unsere Ausmalbilder gegen Mobbing in der Grundschule bewusst leicht verständliche Alltagssituationen auf. Kinder können erkennen, dass auch Zuschauer eine wichtige Rolle spielen. Wer nicht mitlacht, einem anderen Kind Gesellschaft leistet oder es in eine Gruppe einlädt, kann deutlich machen, dass Ausgrenzung nicht von allen unterstützt wird.
Was können Kinder tun, wenn sie Mobbing beobachten?
Kinder müssen eine Mobbingsituation nicht allein lösen und sollen sich dabei auch nicht selbst in Gefahr bringen. Trotzdem können sie häufig etwas tun. Sie können sich weigern mitzulachen, einem betroffenen Kind beistehen, es in eine Gruppe aufnehmen oder gemeinsam mit ihm zu einer erwachsenen Vertrauensperson gehen.
Auch scheinbar kleine Handlungen können wichtig sein. Sich neben ein allein sitzendes Kind zu setzen, beim Partnerfinden auf jemanden zuzugehen oder nach einem unangenehmen Vorfall zu fragen „Geht es dir gut?“ kann einem betroffenen Kind zeigen, dass es nicht allein ist.
Wird ein Kind bedroht, körperlich angegriffen oder besteht die Gefahr, dass die Situation eskaliert, sollten Kinder nicht versuchen, den Konflikt selbst körperlich zu lösen. Dann ist es wichtig, schnell Unterstützung bei einer erwachsenen Person zu holen.
Was kann ein Kind tun, wenn es selbst gemobbt wird?
Ein Kind, das wiederholt ausgegrenzt, ausgelacht oder beleidigt wird, sollte damit nicht allein bleiben. Es kann einer Lehrkraft, den Eltern, einer Betreuungsperson oder einer anderen erwachsenen Vertrauensperson erzählen, was passiert. Wenn es schwerfällt, allein darüber zu sprechen, kann ein Freund oder eine Freundin mitkommen.
Besonders wichtig ist: Das betroffene Kind trägt nicht die Verantwortung für das Verhalten der anderen. Es muss nicht seine Kleidung wechseln, seine Haare verändern, seine Brille verstecken, sportlicher werden oder sich anders verhalten, um respektvoll behandelt zu werden.
Hilfe holen ist kein Petzen
Viele Kinder zögern, einer Lehrkraft oder ihren Eltern von Problemen zu erzählen, weil sie nicht als „Petze“ gelten möchten. Genau deshalb ist es wichtig, diesen Unterschied mit Kindern zu besprechen. Hilfe zu holen, wenn jemand wiederholt verletzt, gedemütigt oder ausgegrenzt wird, dient nicht dazu, einem anderen Kind Schwierigkeiten zu machen. Es geht darum, eine belastende Situation zu beenden und Unterstützung zu bekommen.
Auch Kinder, die Mobbing beobachten, dürfen sich an Erwachsene wenden. Sie müssen nicht warten, bis das betroffene Kind selbst etwas sagt.
Ausgrenzung, Auslachen und Hänseln
Unsere Malvorlagen greifen bewusst verschiedene Formen von Ausgrenzung und Hänseln auf. Kinder werden beispielsweise wegen ihrer Haare, einer Brille, ihrer Körpergröße, Kleidung, ihres Essens oder ihrer Schulsachen ausgelacht. Andere Motive beschäftigen sich damit, beim Spielen oder bei Gruppenarbeiten ausgeschlossen zu werden.
Die zentrale Botschaft ist bei diesen Ausmalbildern gegen Ausgrenzung immer dieselbe: Unterschiede sind kein Grund für Spott. Kinder müssen nicht gleich aussehen, die gleichen Dinge besitzen oder überall gleich gut sein, um respektvoll behandelt zu werden und zur Gemeinschaft zu gehören.
Cybermobbing und gemeine Nachrichten
Mobbing findet nicht nur auf dem Schulhof statt. Mit zunehmendem Alter spielen Smartphones, Messenger und Gruppenchats eine größere Rolle. Gemeine Nachrichten, peinliche Bilder, Gerüchte oder verletzende Inhalte können digital besonders schnell weitergegeben werden.
Unsere Ausmalbilder zum Thema Cybermobbing greifen deshalb auch Situationen mit Smartphones und Gruppenchats auf. Kinder lernen dabei eine wichtige Möglichkeit kennen: Verletzende Inhalte nicht weiterleiten und nicht durch Lachen oder Teilen weiterverbreiten. Stattdessen können sie eine vertraute erwachsene Person einbeziehen und einem betroffenen Kind Unterstützung anbieten.
Mobbing-Ausmalbilder für Schule und Unterricht
Die kostenlosen Malvorlagen können auch in der Schule eingesetzt werden, beispielsweise im Sachunterricht, im sozialen Lernen, während einer Projektstunde oder im Rahmen eines Klassengesprächs über Gemeinschaft und respektvollen Umgang miteinander.
Lehrkräfte können ein einzelnes Motiv passend zu einer bestimmten Fragestellung auswählen oder verschiedene Situationen von den Kindern bearbeiten lassen. Anschließend kann gemeinsam besprochen werden, welche Personen im Bild beteiligt sind und welche Handlungsmöglichkeiten es gibt.
Fragen für ein Gespräch über das Ausmalbild
- Was passiert in dieser Situation?
- Wie könnte sich das betroffene Kind fühlen?
- Wer verhält sich unfair und warum?
- Wer hilft in dieser Situation?
- Was könnten die anderen Kinder tun?
- Wann sollte eine erwachsene Person helfen?
- Wem könntest du etwas erzählen, wenn du selbst betroffen bist?
- Was könntest du tun, wenn du so etwas bei einem anderen Kind beobachtest?
Ausmalbilder über Freundschaft, Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe
Bei der Beschäftigung mit Mobbing sollte nicht ausschließlich das negative Verhalten im Mittelpunkt stehen. Kinder brauchen auch konkrete Beispiele dafür, wie gutes Verhalten aussehen kann. Deshalb zeigen viele unserer Motive bewusst eine helfende Person: Ein Kind macht auf der Bank Platz, lädt jemanden zum Spielen ein, hilft nach einem Sturz, gibt weggenommene Sachen zurück oder begleitet einen Mitschüler zu einer Vertrauensperson.
Damit eignen sich die Malvorlagen nicht nur für Gespräche über Mobbing, sondern auch für Themen wie Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Respekt, Zusammenhalt und Zivilcourage.
Kostenlose Mobbing-Ausmalbilder zum Ausdrucken
Alle Ausmalbilder auf dieser Seite können kostenlos ausgewählt und ausgedruckt werden. Die unterschiedlichen Motive ermöglichen es Eltern, Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften, gezielt eine Situation auszuwählen, die zu einem bestimmten Thema oder Gespräch passt.
Die Ausmalbilder ersetzen keine professionelle oder schulische Unterstützung bei einem konkreten Mobbingfall. Sie können jedoch dabei helfen, mit Kindern über schwierige Situationen ins Gespräch zu kommen, Gefühle und Verhaltensweisen zu benennen und gemeinsam zu überlegen, wo und wie Hilfe gefunden werden kann.
Diese Seite wurde aktualisiert am 29.09.2026 um 10:44 Uhr.